Die häufigesten Fragen zum Thema Prostatakrebs

Wir haben versucht, einige Informationen zusammenzustellen und hoffen, damit ein paar Fragen zum Thema Prostatakrebs beantwortet zu haben. Sollten weitere Fragen offen geblieben sein, stehen Ihnen nach einer Anmeldung bei Progether weitere Artikel und Videos bereit. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte wählen Sie eine Option aus der Dropdown-Liste.

Die Prostata ist ein Organ im kleinen Becken des Mannes. Sie grenzt an die Blase und den Harnschließmuskel sowie den Enddarm und wird umgeben von den Erektionsnerven. Durch sie hindurch zieht die Harnröhre. Die Prostata ist kein lebenswichtiges Organ! Sie produziert einen Teil der Samenflüssigkeit und ist deswegen ausschließlich zu Fortpflanzungszwecken notwendig.

Unser Lernvideo "Progether erklärt: Was ist die Prostata" gibt eine Übersicht zum Thema Prostata - Anatomie und Funktion:

Was sind Symptome von Prostatakrebs? Spezielle Anzeichen für Prostatakrebs sind sehr selten, sie treten erst auf, wenn sich der Krebs bereits über die Grenzen des Organs ausgebreitet hat. Da Prostatakrebs keine bzw. wenig Symptome verursacht, sind Vorsorgeuntersuchungen umso wichtiger.

Was sind Symptome für Prostatakrebs im Frühstadium? Prostatakrebs im Frühstadium verursacht selten Beschwerden und Frühsymptome fehlen leider oftmals. Prostatakrebs selbst entsteht häufig in den Randzonen der Prostata, also weit entfernt von der Harnröhre. Symptome wie Beschwerden beim Wasserlassen deuten eher auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie) hin, welche sich mehr im Zentrum der Prostata abspielt.

Andere Warnzeichen bei Prostatakrebs: Symptomen wie Blut im Sperma oder Urin, über längere Zeit andauernde Müdigkeit, Abgeschlagenheit, ungewollter Gewichtsverlust oder Knochenschmerzen sollten in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden.

Zum Weiterlesen: Erste Anzeichen für Prostatakrebs: Ich mache mir Sorgen, an Prostatakrebs zu erkranken

Unser Lernvideo "Progether erklärt: Ich mache mir Sorgen, an Prostatakrebs zu erkranken" gibt eine Übersicht zum Thema Diagnose Prostatakrebs:

Die Diagnose Prostatakrebs stellt für jeden zunächst einen Schock dar. Für Sie ist es jetzt wichtig, in Ruhe die nächsten Schritte zu überlegen/planen. Es stehen eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Um eine aktive Rolle bei der weiteren Therapieplanung zu übernehmen, sollten Sie sich so gut wie möglich über Ihre Erkrankung informieren.

Z.B. indem Sie sich bei Progether anmelden; hier erhalten Sie Informationen, welche speziell auf Ihre Krankheitssituation zugeschnitten sind. Geben Sie einfach Werte zu Ihrer Erkrankung ein, die Sie von Ihrem Urologen erhalten. Sie können sich so ausführlich darüber informieren, welche Behandlungsoptionen in Ihrem Fall empfohlen werden. Weiter erfahren Sie, welche Vor- oder Nachteile diese haben. Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie dann eine persönliche Behandlungsentscheidung treffen.

Auch das Gespräch mit Ihrem Arzt oder einer Selbsthilfegruppe kann helfen. Sie werden feststellen, dass mehr Männer, als Sie denken, ebenfalls an Prostatakrebs erkrankt sind, die Ihnen jetzt gerne helfen werden und Ihre Erfahrungen mit Ihnen teilen werden. Prostatakrebs Selbsthilfegruppen suchen

Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) e. V. bietet eine telefonische Beratungshotline an. Die Berater sind zu erreichen dienstags, mittwochs und donnerstags (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen) in der Zeit von 15 Uhr bis 18 Uhr unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800–70 80 123

Zum Weiterlesen: Diagnose Prostatakrebs: Neudiagnostiziertes Prostatakarzinom

Unser Lernvideo "Progether erklärt: Ich habe ein neudiagnostiziertes Prostatakarzinom" gibt eine Übersicht zum Thema "Diagnose Prostatakrebs":

Natürlich kann man das immer nur individuell beantworten. Glücklicherweise handelt es sich bei Prostatakrebs jedoch oftmals um einen früh-entdeckten und gut behandelbaren Tumor mit einer hohen Überlebenswahrscheinlichkeit. Laut Robert-Koch-Institut lag die 5-Jahres-Überlebensrate zuletzt bei 93%, die 10-Jahres-Überlebensrate bei 91% (2013).

Prostatakrebs: Risikofaktoren und Vorbeugung

Die genaue Ursache für Prostatakrebs ist noch unklar. Wer, ob und wann jemand an Prostatakrebs erkrankt, ist unmöglich vorher zu sagen. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren für das Auftreten von Prostatakrebs, dazu gehört vor allem das Alter. Je älter man(n) ist, desto höher auch das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Man könnte Prostatakrebs fast eine Alterserscheinung nennen. Autopsiestudien haben ergeben, dass tatsächlich 80% der Über-80-Jährigen ein Prostatakarzinom haben – bei den meisten wird es jedoch nicht entdeckt und der unentdeckte Tumor führt nicht zu Beeinträchtigungen.

Familiär bedingtes Risiko für Prostatakrebs:

Auch die Gene spielen eine Rolle. Wenn in Ihrer Familie vermehrt Fälle von Prostatakrebs, Brustkrebs oder Eierstockkrebs aufgetreten sind, sollten Sie mit Ihrem Urologen über Vorsorgemöglichkeiten sprechen.

Genetische Risikofaktoren:

Die ethnische Zugehörigkeit scheint ebenfalls einen Einfluss zu haben. So haben Männer afroamerikanischer Herkunft ein höheres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken als Männer heller Hautfarbe, die wiederum ein höheres Risiko haben als asiatische Männer. Unklar ist, inwiefern auch kulturelle Unterschiede wie die Ernährung hierbei eine Rolle spielen.

Lebensstil assoziierte Risikofaktoren:

Falsche Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Alkohol und Bewegungsmangel erhöhen generell das Krebsrisiko.

Zur Vorsorgeuntersuchung des Mannes ab 45 zählt eine Tastuntersuchung der Prostata (= Digital-rektale Untersuchung, kurz: DRU) und die Bestimmung des PSA-Wertes (PSA = Prostataspezifisches Antigen, ein Tumor-Marker, der ausschließlich von Zellen der Prostata gebildet wird). Bis heute wird der PSA-Wert zur Vorsorge noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Die Gründe hierfür liegen in der bis dato anhaltenden kontroversen Diskussion über die Sinnhaftigkeit des PSA Wertes.

Untersuchungen zur Früherkennung von Prostatakrebs

  • Aufklärungsgespräch
  • Tastuntersuchung der Prostata (Kassenleistung)
  • PSA-Test kombiniert mit Tastuntersuchung (IGeL, ca. 45,00 €)

Die Leitlinie empfiehlt die Kombination beider Untersuchungen, wenn Sie sich für die Früherkennung entscheiden.

Quelle: Patientenleitlinie Prostatakrebs

Gut informiert entscheiden!

Ab 45 sollten Sie mit Ihrem Urologen die Optionen zur Früherkennung zumindest besprechen. Wenn in Ihrer Familie Fälle von Prostatakrebs bekannt sind, ist dies sogar ab 40 sinnvoll. Ihr Arzt wird Ihnen die Möglichkeit zur Tastuntersuchung und PSA-Wert Bestimmung darlegen, ggf. auch ein Ultraschall der Prostata vorschlagen. Ob Sie anschließend eine Bestimmung des PSA-Wertes durchführen lassen, bleibt selbstverständlich immer Ihre eigene Entscheidung.

  • Ausführliche Befragung und körperliche Untersuchung
  • Digitale rektale Untersuchung (Tastuntersuchung)
  • Bestimmung des PSA-Wertes
  • Ggf. Ultraschalluntersuchung
  • Ggf. multiparametrische Magnetresonanztomographie

Zur Sicherung des Befundes:

  • Gewebeprobe (Biopsie, Ultraschall alleine oder Ultraschall/MRT-gestützt)

Bei negativer Biopsie:

  • Wenn nicht bereits erfolgt: multiparametrische Magnetresonanztomographie mit anschließender gezielter und erneuter systematischer Biopsie.

    Quelle: Patientenleitlinie Prostatakrebs

T steht für den Primärtumor. Die begleitende Zahl definiert seine Größe und Ausdehnung von T1 als geringster Ausdehnung bis hin zu T4.

  • Organbegrenzte Tumore werden mit dem Stadium T2 bezeichnet.
  • Wächst der Tumor über die Prostatakapsel, spricht man von einem T3-Stadium.
  • Sollte das Tumorgewebe auch benachbarte Organe, wie zum Beispiel Darm, Beckenwand oder Blase befallen, sprechen wir von einem T4-Stadium.
  • Die einzelnen T-Stadien werden auch durch den Zusatz a, b oder c noch näher beschrieben, wobei die Tumorgröße von a nach c zunimmt.
  • N = Lymphknotenstatus. M = Fernmetastasenstatus.

Das weitere Vorgehen und die Behandlungsmöglichkeiten hängen ganz wesentlich vom Tumorstadium ab.

Die Aggressivität des Tumors beurteilt der Pathologe anhand der Tumorgröße (wieviel Tumor wurde in den Biopsien gefunden?) und mit dem „Gleason-Grad“. Der Pathologe beschreibt den sogenannten „Gleason-Grad“ als Parameter für die Aggressivität des Tumors. Zu diesem Zweck werden die Krebsdrüsen aufgrund ihres Aussehens in drei Kategorien eingeteilt: Gleason 3, Gleason 4 und Gleason 5, von harmlos bis zum aggressiv.

Zeichnung: Prostatakrebs Gleason-Grad

PSA = Prostataspezifisches Antigen, ein Tumor-Marker, der ausschließlich von Zellen der Prostata gebildet wird. Der PSA-Test soll Prostatakrebs früh erkennen und eine rechtzeitige Behandlung ermöglichen.

Bis heute wird der PSA-Wert (Blutprobe) zur Vorsorge noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Die Gründe hierfür liegen in der bis dato anhaltenden kontroversen Diskussion über die Sinnhaftigkeit des PSA Wertes. Laut IGel kostet die PSA-Messung von Substanzen im Blut zwischen 25 und 45 Euro, inkl. Beratung (Kosten können variieren).

Eine erhöhte PSA-Wert ist jedoch noch kein Beweis für Prostatakrebs - eine Erhöhung des Wertes kann auch durch andere Gründe entstehen, so z. B. Druck auf die Prostata (beim Radfahren oder Sex), oder durch eine Vergrößerung oder Entzündung der Prostata.

Nach der Diagnose ist der PSA-Wert ein wichtiger Parameter, um den Verlauf einer Prostatakrebs-Erkrankung einschätzen zu können und zu dokumentieren.

Der PSA-Wert wird in Nanogramm pro Milliliter Blut (ng/ml) angegeben.

PSA - Wie hoch?

Das ist immer eine individuelle Frage, welche abhängig ist von Alter und Nebenerkrankungen. Generell kann man sagen:

  • Der Normalwert liegt zwischen 0 und höchstens 4 ng/ml.
  • Werte zwischen 2 und 4 ng/ml = Kontrollbedürftig
  • Nach oben ist keine Grenze. Bei massiver Metastasierung könen sogar Werte von über 1000 vorkommen.

Mehr Informationen zum Thema PSA-Wert erhalten Sie nach einer Anmeldung bei Progether.

Sind Sie an Prostatakrebs erkrankt?

Behalten Sie bei Progether den Überblick über ihre Therapie durch Sammlung, Speicherung und grafischen Aufbereitung personalisierter Krebsdaten. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier geht’s zur Anmeldung.

Die Langsam wachsende, Low-Risk/Niedrigrisiko-Prostatatumoren.

Gerade in Zeiten der Früherkennung entdeckt man häufig Tumore, welche langsam wachsen und eher gutartiger Natur sind. Um Übertherapie zu verhindern, ist es eine gute Möglichkeit, Low-Risk-Karzinome zunächst zu beobachten und nur bei fortschreitendem Tumorwachstum eine definitive Therapie, wie die Operation oder Bestrahlung, einzuleiten.

Ziel der aktiven Überwachung: Übertherapie und Nebenwirkungen zu vermeiden

Die Forschung hat gezeigt, dass die Aktive Überwachung (mit gegebenenfalls verspätet durchgeführter definitiver Therapie) eine gute Strategie ist, um das Risiko für eine Überbehandlung zu vermindern und mögliche Nebenwirkungen einer Therapie heraus zu zögern. Gerade unter Aufsicht von großen Studien (wie z.B. Die Europäische PRIAS Studie) durchgeführt, gilt die Aktive Überwachung als eine sichere Therapieform, welche für geeignete Patienten gleichwertig anzusehen ist wie Operation oder Bestrahlung.

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Die Therapiewahl hängt davon ab, in welchem Stadium die Erkrankung entdeckt wurde (Tumorstadium), aber auch von dem Alter und den Nebenerkrankungen des betroffenen Patienten.

Lokal begrenzt: Der Tumor ist auf die Prostata begrenzt. Wird auch Örtlich begrenzter Prostatakrebs genannt.

Lokal fortgeschritten: Der Tumor ist über die Prostata hinaus gewachsen.

Metastasiert: Es gibt schon Tumorabsiedlungen (Metastasen/Tochtergeschwülste) in Lymphknoten, Knochen oder anderen Organen. Man kann auch über Rückfall sprechen, wenn der PSA-Wert nach der Behandlung wieder steigt (Rezidiv).

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Harmlos oder Aggresiv?

Nicht jeder Prostatakrebs muss behandelt werden

Die "Aktive Überwachung" ist eine gute Behandlungsoption für Männer, bei denen lediglich ein sogenanntes „Low-Risk-Karzinom“ festgestellt wurde, also ein langsam wachsender Tumor.

Einschlusskriterien Aktive Überwachung

Welche Kriterien müssen erfüllt werden, um an der „Aktiven Überwachung“ teilzunehmen?

  • Ein PSA-Wert von 4 bis zu 10 ng/ml (≤ 10 ng/ml).
  • Gleason-Score der Biopsie 6 oder weniger (≤ 6). Eine Aktive Überwachung bei einem Gleason-Score 7 (3+4 oder 7a) kommt nur im Rahmen einer klinischen Studie in Frage.
  • Klinisches Stadium (TMN Staging): T1c bis T2a, klinisch insignifikante / auf die Prostata begrenzte Tumore (d.h. der Tumor nimmt weniger als die Hälfte eines Prostatalappens ein).
  • Anzahl positiver Stanzen / Gewebeproben maximal 2 von 10 - 12 Proben, mit einem Anteil von Tumorgewebe je Probe von maximal 50 %.

Quelle: Patientenleitlinien Prostatakrebs

Die psychologische Belastung des Patienten durch Nichtbehandlung sollte seine Lebensqualität nicht beeinträchtigen.

Zum Weiterlesen bei Progether: Aktive Überwachung - Engmäschige Kontrollen, verzögerte Therapie.

  • Der PSA-Bluttest alle drei Monate (in den ersten zwei Jahren, danach alle 6 Monate, wenn die Werte stabil sind).
  • Die Tastuntersuchung und der Ultraschall der Prostata.
  • MRT-gestützte Prostata-Biopsie (Gewebeentnahme) erstmalig nach 12 Monaten.
  • Weitere Kontrollbiopsien in den ersten drei Jahren alle 12 bis 18 Monate, danach alle 3 Jahre, wenn die Befunde unverändert bleiben.

Quelle: Patientenleitlinien Prostatakrebs

Verändert sich der Tumor oder breitet er sich weiter aus, handelt der Arzt sofort und beginnt mit einer aktiven Behandlung statt aktiver Überwachung.

In den letzten Jahren sind viele neue Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs entwickelt worden. Gerade in der Strahlentherapie stehen viele neue Verfahren bereit. Aber auch mit den Fokalen Therapien sind einige neue, vielversprechende Therapieoptionen hinzu gekommen.

Wichtig ist jedoch, vorsichtig bei sog. „Wunderheiler“ zu sein. Neue Behandlungsmethoden sollten durch Studien begleitet werden, um ihre Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen zu überprüfen. Unseriös ist es, wenn Ihnen ein Anbieter so etwas verspricht wie „100% Heilungsrate bei 0% Nebenwirkungen“. Jede Therapie, selbst die schonendste, hat irgendwelche Nebenwirkungen, und „absolute Heilung“ versprechen kann niemand.

Sind Sie an Prostatakrebs erkrankt?

Nach einer Anmeldung bei Progether stellen wir Ihnen ganz genau alle aktuell verfügbaren Behandlungsmethoden vor. Behalten Sie bei Progether den Überblick über ihre Therapie durch Sammlung, Speicherung und grafischen Aufbereitung personalisierter Krebsdaten. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier geht’s zur Anmeldung.

Klinische Studien für Prostatakrebs Patienten

Sie sind interessiert daran, an einer klinischen Studie teilzunehmen? Bitte lesen Sie zuerst diese wichtigen Hinweise über das Thema Krebsforschung: "Neue Verfahren, neue Medikamente, und klinische Studien" vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums oder aus der Reihe „Blaue Ratgeber“ Broschüre: Deutsche Krebshilfe „Klinische Studien“ als PDF herunterladen.

Aktuelle klinische, medizinische Studien für Prostatakrebs Patienten

Um eine geeignete klinische Studie zu finden, können Sie sich an Ihren Arzt wenden. Ausserdem können Sie unten nach geeigneten Studien zu Ihrer Krankheit suchen:

Alle Links werden in einem neuem Fenster geöffnet.

DRKS Deutsches Register Klinischer Studien: Das Deutsche Register Klinischer Studien (DRKS) ist das von der WHO anerkannte Primärregister für Deutschland. Es ist für die Registrierung aller in Deutschland durchgeführten patientenorientierten klinischen Studien zuständig. DRKS

Viomedo: Viomedo ist eine Internetplattform, die Patienten mit für sie passenden klinischen Studien verbindet.

WHO International Clinical Trials Search Portal: Englischsprachig.

ClinicalTrials.gov by U.S. National Library of Medicine ClinicalTrials.gov bietet Informationen zu klinischen Studien zu einer Vielzahl von Krankheiten auf der ganzen Welt, auch Prostatakrebs. Englischsprachig.

Myclinicaltriallocator.com: Bruce and Marsha Moskowitz Foundation, LLC. Englischsprachig.

Wenn Sie sich für eine Studienteilnahme interessieren: Wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Datenstand: 29.11.2018

Metastase, definition: Tumor, der sich durch Verschleppung von kranken Zellen an einer anderen, vom Ursprungsort entfernt gelegenen Körperstelle bildet; Tochtergeschwulst.

  • Griechisch metástasis = Wanderung
  • Metastasierung = Bildung von Metastasen
  • Primärtumor = Tumor, von dem Metastasen ausgehen können
  • Absiedlung = Metastasen bilden
  • Tochtertumor
  • Tochtergeschwulst

Individualisierte Informationen über der verschiedenen Arten von Rezidiven, Metastasen, Bildgebende Diagnostik, Therapievarianten etc. bei fortgeschittener Erkrankung finden Sie im Progether.

Prostatakrebs streut (metastasiert) am häufigsten über die Lymphbahnen in die umgebenden Lymphknoten (= Lymphknotenmetastasen) oder über die Blutbahn in die Knochen oder Organe (= Fernmetastasen). Die häufigste Lokalisation von Fernmetastasen sind die Knochen (Knochenmetastasen). Seltener finden sich Metastasen in Organen (viszerale Metastasen), wie Lunge oder Leber.

Individualisierte Informationen über der verschiedenen Arten von Rezidiven, Metastasen, Bildgebende Diagnostik, Therapievarianten etc. bei fortgeschrittener Erkrankung finden Sie im Progether.

Das kommt auf die Behandlung drauf an. Nach einer Operation, wenn alle Prostatazellen idealerweise aus dem Körper entfernt wurden, sollte kein PSA im Blut mehr nachweisbar sein.

Bei einer Bestrahlung oder einer Fokalen Therapie hingegen bleiben immer auch lebendige gesunde Prostatazellen übrig. Diese können weiter PSA produzieren, auf null wird der Wert also in der Regel nicht sinken. Richtwert ist hier der sogenannte „Nadir“ (arabisch für „Fußpunkt“). Dieser bezeichnet den tiefsten Punkt, auf den der PSA-Wert wenige Wochen nach der Strahlentherapie / Fokalen Therapie gefallen ist, und auf dem er (mit geringen Schwankungen) stabil bleiben sollte.

PSA-Wiederanstieg

Steigt der PSA-Wert jetzt also nach einer Operation wieder an oder zeigt sich in der PSA-Kurve nach einer Bestrahlung eine klar steigende Tendenz, dann kann das bedeuten, dass lebendige Prostata(krebs)zellen zurück geblieben sind. Man nennt das ein "Rezidiv".

Unser Lernvideo "Progether erklärt: Wenn der PSA-wert nach der Therapie wieder steigt" gibt eine Übersicht zum Thema wenn der Prostatakrebs zurückkehrt. Individualisierte Informationen über der verschiedenen Arten von Rezidiven, Metastasen, Bildgebende Diagnostik, Therapievarianten etc. bei bei fortgeschittener Erkrankung finden Sie im Progether (nach dem Einloggen).

Handelt es sich um ein Lokalrezidiv oder hat der Tumor schon getreut? Der alleinige Nachweis eines PSA-Rezidives rechtfertigt nicht immer die Indikation zu einer weiteren Therapie.

Welche weitere Diagnostik und Therapie gibt es? Sie sollten mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, welche weitere Untersuchung und Therapie jetzt notwendig sind.

Stichwörter:

  • Bildgebungsverfahren wie z.B. Knochenszintigramm, PET-CT oder Ganzkörper-MRT, oder große Bereiche des Körpers wie z.B. CT, MRT, Ultraschall oder Röntgen.
  • Therapie wie z.B. Operation, Nachbestrahlung, Hormonentzugstherapie, Beobachtendes Abwarten etc.

In Progether können Sie sehen, welche weitere Diagnostik oder Therapie andere Betroffene in Ihrer Situation durchgeführt haben und sich über diese Methoden informieren.

Welche die richtige Therapie für Sie ist, ist immer eine individuelle Entscheidung und von verschiedenen Faktoren abhängig. Auch das Alter spielt bei dieser Entscheidung eine wichtige Rolle. Generell kann man sagen, dass man bei Patienten die älter als 75 Jahre sind, zurückhaltender wäre mit einer Operation und eher zu einer Strahlentherapie, einer Fokalen Therapie oder zur Aktiven Überwachung tendieren würde, wenn alle diese Optionen möglich wären. Das liegt daran, dass man Männer dieser Altersgruppe ungern dem Blutverlust und der Belastung für das Herz-Kreislauf-System durch die Operation selbst und die Narkose aussetzen möchte, die eine radikale Prostatektomie mit sich bringt. Auch das Risiko für Inkontinenz und Impotenz ist mit steigendem Alter bei einer Operation höher. Glücklicherweise steht mit der Strahlentherapie jedoch oft eine gleichwertige Alternative bereit.

Generell ist man bei Betroffenen fortgeschrittenen Alters zurückhaltender mit invasiven Behandlungen. Man versucht anhand der Tumorcharakteristika (PSA-Wert, Biopsie-Befund, Staging und Bildgebung) abzuschätzen, ob der Krebs in der geschätzten verbliebenen Lebenszeit aggressiv wachsen wird oder ob ein Mann eher „mit“ Prostatakrebs anstatt „an“ ihm versterben wird. Manchmal kann es nämlich auch richtig sein, gar nichts zu tun, und dem Betroffenen damit die möglichen Nebenwirkungen, die jede Therapie mit sich bringt, zu ersparen.

Erfahren Sie mehr über die Behandlung von Prostatakrebs, wenn Sie sich bei Progether anmelden.

Das kommt ein bisschen auf Sie selst an. Wenn Sie dem Gedanken an eine Reha nichts Positives abgewinnen können und das Ganze für Sie eher eine Pflichtveranstaltung ist, dann erholen Sie sich vielleicht besser zu Hause im gewohnten Umfeld, mit einer ambulanten Physiotherapie. Wenn Sie sich hingegen gerne darauf einlassen können und Lust haben, Gebrauch von den vielfältigen Angeboten der Reha zu machen und mit anderen Männern in Ihrer Situation in Kontakt zu treten, dann sind das sicherlich drei gut investierte Wochen. Am besten, Sie besprechen auch mit Ihren Angehörigen, ob diese sich vorstellen können, Sie alleine zuhause zu betreuen.

Informationen und Hinweise zur Verordnung von Reha-Leistungen bei der Rentenversicherung finden Sie unter:

Zum Homepage der Deutsche Rentenversicherung oder direkt zur Medizinische Rehabilitation.

Datenstand: 28.11.2018

Es gibt einige Studien, die darauf hindeuten, dass eine gesunde Ernährung und moderate Bewegung sich günstig auf den Verlauf einer Tumorerkrankung auswirken können. Gesunde Ernährung bedeutet in diesem Fall eine überwiegend pflanzenbasierte Kost mit wenig Fleisch, stattdessen viel Fisch und Sojaprodukten wie Tofu. Zum Thema Sport empfehlen Experten insgesamt 250 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Darüber hinaus senkt ein solcher Lebenswandel auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Menschen, die nicht so leben, automatisch Prostatakrebs bekommen müssen und quasi „selber daran Schuld sind“. Die Ursache für Prostatakrebs ist nach wie vor ungeklärt!

Eine gesunde Ernährung in Kombination mit Sport kann jedoch Bestandteil einer aktiven Krankheitsbewältigung sein, zu einem guten Körperbewusstsein führen und… einfach schmecken und Spaß machen.

Mehr nützliche Tips erhalten Sie nach einer Anmeldung bei Progether.

Fahrrad fahren und Geschlechtsverkehr können den PSA-Wert erhöhen, weswegen dazu geraten wird, einige Tage vor einer PSA-Untersuchung weder Fahrrad zu fahren noch Sex zu haben. Dafür, dass Männer die viel Fahrrad fahren häufiger an Prostatakrebs erkranken, gibt es hingegen bis jetzt keinen Anhalt. Ein erhöhtes Risko für Männer, die bestimmte Sexualpraktiken (z.B. Analverkehr) ausüben, scheint es ebenfalls nicht zu geben.

Die gute Nachricht ist: Prostatakrebs ist nicht ansteckend und nicht sexuell übertragbar! Sie müssen sich keine Gedanken machen, Ihren Lieben und Ihrer Umgebung zu schaden. Allerdings gibt es eine genetische Komponente: Sollten Sie also Söhne haben, wäre es gut, wenn diese rechtzeitig Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen würden.

Es gibt zwei Hauptarten von Prostataentzündungen (Prostatitis):

Die akute Prostatitis geht mit starken Schmerzen, erschwertem Wasserlassen, Fieber und meistens Krankenhausaufenthalt einher, und jeder Mann, der so eine akute Prostataentzündung einmal gehabt hat, erinnert sich ganz genau daran. Eine akute Prostataentzündung wird durch Bakterien im Urin ausgelöst. Nach einigen Tagen Antibiotika-Therapie ist der Spuk in der Regel vorbei. Ein Zusammenhang von akuter Prostatitis und Prostatakrebs besteht nicht.

Die Symptome einer chronischen Prostatitis sind wesentlich unspezifischer. Viele Männer berichten über „Ziehen“, „Drücken“, „Zwacken“ im Genitalbereich oder den Leisten, „leichtes Brennen in der Penisspitze“ und einen Zusammenhang dieser Symptome mit Geschlechtsverkehr. Ursachen für eine chronische Entzündung können vielfältig sein, und nicht immer spielen hier Bakterien eine Rolle. Schaut man sich das Prostatagewebe von Männern mit einer chronischen Prostatitis unter dem Mikroskop an, sieht man, dass das Gewebe gereizt ist und dass vermehrt Abwehrzellen des Immunsystems vorhanden sind. Bei anderen chronischen Entzündungen, wie z.B. des Darmes oder der Speiseröhre, ist ein Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs in diesem Bereich klar belegt. Bei der chronischen Entzündung der Prostata gibt es jedoch keinen eindeutigen, belegbaren Zusammenhang. Bei unklaren Symptome sollten Sie trotzdem Ihren Urologen aufsuchen.

Eine Prostatabiopsie ist notwendig, um ein Prostatakarzinom zu diagnostizieren und um vor einer Therapie die Aggressivität des Tumors festzustellen.

Die Prostatabiopsie wird seit mehreren Jahrzehnten weltweit jedes Jahr mehrere Millionen mal durchgeführt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass durch die Biopsie Tumorzellen im Körper (z.B. durch die Blutbahn) verschleppt werden können.

Ihre Frage war nicht dabei? Nach einer Anmeldung bei Progether stehen weitere Artikel und Videos bereit!
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