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Die häufigesten Fragen zum Thema Prostatakrebs

Wir haben versucht, einige Informationen zusammenzustellen und hoffen, damit ein paar Fragen zum Thema Prostatakrebs beantwortet zu haben. Sollten weitere Fragen offen geblieben sein, stehen Ihnen nach einer Anmeldung bei Progether weitere Artikel und Videos bereit. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte wählen Sie eine Option aus der Dropdown-Liste.

Die Prostata ist ein Organ im kleinen Becken des Mannes. Sie grenzt an die Blase und den Harnschließmuskel sowie den Enddarm und wird umgeben von den Erektionsnerven. Durch sie hindurch zieht die Harnröhre. Die Prostata ist kein lebenswichtiges Organ! Sie produziert einen Teil der Samenflüssigkeit und ist deswegen ausschließlich zu Fortpflanzungszwecken notwendig.

Prostatakrebs selbst entsteht häufig in den Randzonen der Prostata, also weit entfernt von der Harnröhre. Symptome wie Beschwerden beim Wasserlassen deuten eher auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata hin, welche sich mehr im Zentrum der Prostata abspielt.

Spezielle Anzeichen für Prostatakrebs sind sehr selten, sie treten erst auf, wenn sich der Krebs bereits über die Grenzen des Organs ausgebreitet hat. Da Prostatakrebs keine bzw. wenig Symptome verursacht, sind Vorsorgeuntersuchungen umso wichtiger. Symptomen wie Blut im Sperma oder Urin, über längere Zeit andauernde Müdigkeit, Abgeschlagenheit, ungewollter Gewichtsverlust oder Knochenschmerzen sollten in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden.

Die Diagnose Prostatakrebs stellt für jeden zunächst einen Schock dar. Für Sie ist es jetzt wichtig, in Ruhe die nächsten Schritte zu überlegen/planen. Es stehen eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, und um eine aktive Rolle bei der weiteren Therapieplanung zu übernehmen, sollten Sie sich so gut wie möglich über Ihre Erkrankung informieren. Z.B. indem Sie sich bei Progether anmelden; hier erhalten Sie Informationen, welche speziell auf Ihre Krankheitssituation zugeschnitten sind. Aber auch das Gespräch mit Ihrem Arzt oder einer Selbsthilfegruppe kann helfen. Sie werden feststellen, dass mehr Männer, als Sie denken, ebenfalls an Prostatakrebs erkrankt sind, die Ihnen jetzt gerne helfen werden und Ihre Erfahrungen mit Ihnen teilen werden.

Natürlich kann man das immer nur individuell beantworten. Glücklicherweise handelt es sich bei Prostatakrebs jedoch oftmals um einen früh-entdeckten und gut behandelbaren Tumor mit einer hohen Überlebenswahrscheinlichkeit. Laut Robert-Koch-Institut lag die 5-Jahres-Überlebensrate zuletzt bei 93%, die 10-Jahres-Überlebensrate bei 91%.

In den letzten Jahren sind viele neue Behandlungsmethoden aufgekommen. Gerade in der Strahlentherapie stehen viele neue Verfahren bereit. Aber auch mit den Fokalen Therapien sind einige neue, vielversprechende Therapieoptionen im Kommen, welche vielleicht nebenwirkungsfreier sind als die aktuellen Standardverfahren. Wichtig ist jedoch, dass Sie nicht auf sog. „Wunderheiler“ hereinfallen. Neue Behandlungsmethoden sollten immer im Rahmen von Studien durchgeführt werden, um ihre Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen zu überprüfen! Unseriös ist es, wenn Ihnen ein Anbieter sp etwas verspricht wie „100% Heilungsrate bei 0% Nebenwirkungen“. Jede Therapie, selbst die schonendste, hat irgendwelche Nebenwirkungen, und „absolute Heilung“ versprechen kann niemand. Nach einer Anmeldung bei Progether stellen wir Ihnen ganz genau alle aktuell verfügbaren Behandlungsmethoden vor.

Welche die richtige Therapie für Sie ist, ist immer eine individuelle Entscheidung und von verschiedenen Faktoren abhängig. Auch das Alter spielt bei dieser Entscheidung eine wichtige Rolle. Generell kann man sagen, dass man bei Patienten die älter als 75 Jahre sind, zurückhaltender wäre mit einer Operation und eher zu einer Strahlentherapie, einer Fokalen Therapie oder zur Aktiven Überwachung tendieren würde, wenn alle diese Optionen möglich wären. Das liegt daran, dass man Männer dieser Altersgruppe ungern dem Blutverlust und der Belastung für das Herz-Kreislauf-System durch die Operation selbst und die Narkose aussetzen möchte, die eine radikale Prostatektomie mit sich bringt. Auch das Risiko für Inkontinenz und Impotenz ist mit steigendem Alter bei einer Operation höher. Glücklicherweise steht mit der Strahlentherapie jedoch oft eine gleichwertige Alternative bereit.

Generell ist man bei Betroffenen fortgeschrittenen Alters zurückhaltender mit invasiven Behandlungen. Man versucht anhand der Tumorcharakteristika (PSA-Wert, Biopsie-Befund, Staging und Bildgebung) abzuschätzen, ob der Krebs in der geschätzten verbliebenen Lebenszeit aggressiv wachsen wird oder ob ein Mann eher „mit“ Prostatakrebs anstatt „an“ ihm versterben wird. Manchmal kann es nämlich auch richtig sein, gar nichts zu tun, und dem Betroffenen damit die möglichen Nebenwirkungen, die jede Therapie mit sich bringt, zu ersparen.

Erfahren Sie mehr über die Behandlung von Prostatakrebs, wenn Sie sich bei Progether anmelden.

Das kommt ein bisschen auf Sie selst an. Wenn Sie dem Gedanken an eine Reha nichts Positives abgewinnen können und das Ganze für Sie eher eine Pflichtveranstaltung ist, dann erholen Sie sich vielleicht besser zu Hause im gewohnten Umfeld, mit einer ambulanten Physiotherapie. Wenn Sie sich hingegen gerne darauf einlassen können und Lust haben, Gebrauch von den vielfältigen Angeboten der Reha zu machen und mit anderen Männern in Ihrer Situation in Kontakt zu treten, dann sind das sicherlich drei gut investierte Wochen. Am besten, Sie besprechen auch mit Ihren Angehörigen, ob diese sich vorstellen können, Sie alleine zuhause zu betreuen.

Das kommt auf die Behandlung drauf an. Nach einer Operation, wenn alle Prostatazellen idealerweise aus dem Körper entfernt wurden, sollte kein PSA im Blut mehr nachweisbar sein.

Bei einer Bestrahlung oder einer Fokalen Therapie hingegen bleiben immer auch lebendige gesunde Prostatazellen übrig. Diese können weiter PSA produzieren, auf null wird der Wert also in der Regel nicht sinken. Richtwert ist hier der sogenannte „Nadir“ (arabisch für „Fußpunkt“). Dieser bezeichnet den tiefsten Punkt, auf den der PSA-Wert wenige Wochen nach der Strahlentherapie / Fokalen Therapie gefallen ist, und auf dem er (mit geringen Schwankungen) stabil bleiben sollte.

Die genaue Ursache für Prostatakrebs ist noch unklar. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren für das Auftreten von Prostatakrebs, dazu gehört vor allem das Alter. Je älter man(n) ist, desto höher auch das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Man könnte Prostatakrebs fast eine Alterserscheinung nennen. Autopsiestudien haben ergeben, dass tatsächlich 80% der Über-80-Jährigen ein Prostatakarzinom haben – bei den meisten wird es jedoch nicht entdeckt und der unentdeckte Tumor führt nicht zu Beeinträchtigungen.

Auch die Gene spielen eine Rolle. Wenn in Ihrer Familie vermehrt Fälle von Prostatakrebs, Brustkrebs oder Eierstockkrebs aufgetreten sind, sollten Sie mit Ihrem Urologen über Vorsorgemöglichkeiten sprechen.

Die ethnische Zugehörigkeit scheint ebenfalls einen Einfluss zu haben. So haben Männer afroamerikanischer Herkunft ein höheres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken als Männer heller Hautfarbe, die wiederum ein höheres Risiko haben als asiatische Männer. Unklar ist, inwiefern auch kulturelle Unterschiede wie die Ernährung hierbei eine Rolle spielen.

Es gibt einige Studien, die darauf hindeuten, dass eine gesunde Ernährung und moderate Bewegung sich günstig auf den Verlauf einer Tumorerkrankung auswirken können. Gesunde Ernährung bedeutet in diesem Fall eine überwiegend pflanzenbasierte Kost mit wenig Fleisch, stattdessen Fisch, und Sojaprodukten wie Tofu. Zum Thema Sport empfehlen Experten insgesamt 250 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Darüber hinaus senkt ein solcher Lebenswandel auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Menschen, die nicht so leben, automatisch Prostatakrebs bekommen müssen und quasi „selber daran Schuld sind“. Die Ursache für Prostatakrebs ist nach wie vor ungeklärt!

Eine gesunde Ernährung in Kombination mit Sport kann jedoch Bestandteil einer aktiven Krankheitsbewältigung sein, zu einem guten Körperbewusstsein führen und… einfach schmecken und Spaß machen.

Mehr nützliche Tips erhalten Sie nach einer Anmeldung bei Progether.

Fahrrad fahren und Geschlechtsverkehr können den PSA-Wert erhöhen, weswegen dazu geraten wird, vor einer PSA-Untersuchung einige Tage weder Fahrrad zu fahren noch Sex zu haben. Dafür, dass Männer die viel Fahrrad fahren häufiger an Prostatakrebs erkranken, gibt es hingegen bis jetzt keinen Anhalt. Ein erhöhtes Risko für Männer, die bestimmte Sexualpraktiken (z.B. Analverkehr) ausüben, scheint es ebenfalls nicht zu geben.

Die gute Nachricht ist: Prostatakrebs ist nicht ansteckend und nicht sexuell übertragbar! Sie müssen sich keine Gedanken machen, Ihren Lieben und Ihrer Umgebung zu schaden. Allerdings gibt es eine genetische Komponente, d.h. sollten Sie Söhne haben, wäre es gut, wenn diese rechtzeitig Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen würden.

Es gibt zwei Hauptarten von Prostataentzündungen (Prostatitis):

Die akute Prostatitis geht mit starken Schmerzen, erschwertem Wasserlassen, Fieber und meistens Krankenhausaufenthalt einher, und jeder Mann, der so eine akute Prostataentzündung einmal gehabt hat, erinnert sich ganz genau daran. Eine akute Prostataentzündung wird durch Bakterien im Urin ausgelöst. Nach einigen Tagen Antibiotika ist der Spuk in der Regel vorbei. Ein Zusammenhang von akuter Prostatitis und Prostatakrebs besteht nicht.

Die Symptome einer chronischen Prostatitis sind wesentlich unspezifischer. Viele Männer berichten über „Ziehen“, „Drücken“, „Zwacken“ im Genitalbereich oder den Leisten, „leichtes Brennen in der Penisspitze“ und einen Zusammenhang dieser Symptome mit Geschlechtsverkehr. Ursachen für eine chronische Entzündung können vielfältig sein, und nicht immer spielen hier Bakterien eine Rolle. Schaut man sich das Prostatagewebe von Männern mit einer chronischen Prostatitis unter dem Mikroskop an, sieht man, dass das Gewebe gereizt ist und dass vermehrt Abwehrzellen des Immunsystems vorhanden sind. Bei anderen chronischen Entzündungen, wie z.B. des Darmes oder der Speiseröhre, ist ein Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs in diesem Bereich klar belegt. Bei der chronischen Entzündung der Prostata gibt es jedoch keinen eindeutigen, belegbaren Zusammenhang. Bei unklaren Symptome sollten Sie trotzdem Ihren Urologen aufsuchen.

Eine Prostatabiopsie ist notwendig, um ein Prostatakarzinom zu diagnostizieren und um vor einer Therapie die Aggressivität des Tumors festzustellen.

Die Prostatabiopsie wird seit mehreren Jahrzehnten weltweit jedes Jahr mehrere Millionen mal durchgeführt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass durch die Biopsie Tumorzellen im Körper (z.B. durch die Blutbahn) verschleppt werden können.

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