Manchmal ist es notwendig, dass man im Anschluss an eine Strahlentherapie zusätzlich noch eine Hormontherapie durchführt. Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Die Hormontherapie wurde bereits vor der Strahlentherapie eingeleitet, zum sog. "Downsizing", d.h. um die Ausdehnung des Prostatakrebs' in seine lokale Umgebung einzudämmen und die Prostata zu verkleinern. Dies kann notwendig sein, da z.B. eine Brachytherapie nur bis zu einer bestimmten Prostatagröße möglich ist.
  • Oftmals wird eine Prostatabestrahlung von Anfang an zusammen mit einer Hormontherapie geplant, da sich die Verfahren gegenseitig unterstützen können und so eine bessere Bekämpfung der Krebszellen statt findet.
  • Es liegt eine Metastasierung (in Organe, Knochen oder Lymphkknoten) vor.

Je nachdem, aus welchem Grund die Hormontherapie eingeleitet wurde, wird auch das weitere Vorgehen angepasst. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche weiteren Schritte notwendig sind.

Andere Progether-Mitglieder, welche eine Hormontherapie vor einer Strahlentherapie zum Downsizing erhalten haben, mussten die Hormontherapie über die Zeit der Strahlentherapie hinaus nicht mehr lange weiter nehmen und führten lediglich eine PSA-gesteuerte Nachsorge durch.

War hingegen von Anfang an eine Kombination von Strahlen- und Hormontherapie geplan, kann es sein, dass die Hormontherapie für mehrere Monate bis Jahre über die Bestrahlung hinaus weitergeführt wurde, um ein optimales therapeutisches Ergebnis zu garantieren.

Auch wenn Metastasen vorhanden sind, konnte die Hormontherapie bei anderen Betroffenen oftmals nicht abgesetzt werden. Die Hormontherapie hemmt das Wachstum und die Ausbreitung von Metastasen und wird über den PSA-Wert und eine regelmäßige Bildgebung wie CT, Szintigrafie oder MRT kontrolliert.

Achtung: Während der PSA-Wert sonst immer ein zuverlässiger Wert ist, um den Erfolg einer Therapie zu kontrollieren, wird er doch durch eine laufende oder gerade erst abgeschlossene Hormontherapie künstlich verändert und erniedrigt. Teilen Sie Ihrem behandelnden Arzt also immer mit, wenn Sie gerade eine Hormontherapie abgeschlossen haben oder sich unter laufender Hormontherapie befinden, damit er den PSA-Wert richtig interpretieren kann.

Was es vor einer Hormontherapie zu beachten gibt erfahren Sie hier.