PSA wird ausschließlich von Prostata(krebs)zellen gebildet. Nach einer Operation mit anschließender Bestrahlung geht man also davon aus, dass alle Prostatazellen entweder entfernt oder durch die Strahlentherapie zerstört wurden und der PSA-Wert damit null ist.

Wenn der PSA-Wert nach der Operation und anschließenden Bestrahlung auf mehr als 0,2 ng/ml ansteigt, handelt es sich um ein sog. „biochemisches Rezidiv“. Nun ist es wichtig, dass man erst einmal die Ursache dafür ausmacht. Hierbei handelt es sich meist um im Körper verbliebene Tumorzellen, entweder im OP-Bereich oder im Körper verstreut im Sinne einer systemischen Erkrankung. Mithilfe von bildgebenden Verfahren wie CT, MRT, Szintigrafie oder PET-CT würde man versuchen, diese zu lokalisieren.

Bevor man eine weitere Therapie (wie z.B. Hormontherapie) einleitet, sollte man immer zunächst die Ursache für das biochemische Rediziv finden - die Diagnostik spielt hier also eine entscheidende Rolle.

Achtung: Eine Hormontherapie, wie sie oft begleitend zur Strahlentherapie durchgeführt wird, kann einen PSA-Wert künstlich erniedrigen. Damit Ihr Arzt also Ihren PSA-Wert richtig interpretieren kann, weisen Sie immer daraufhin, sollten Sie gerade eine Hormontherapie abgeschlossen oder sich noch unter laufender Hormontherapie befinden.